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Bezirk Oberemmental

Artikel des Unter-Emmentalers über die Bezirkssynode in Sumiswald

Kirchliche Bezirkssynode Oberemmental. Zum ersten Mal leitete Edith Rentsch-Eberhart die Versammlung der Kirchlichen Bezirkssynode Oberemmental. Aus der Beratungsstelle für Ehe, Partnerschaft und Familie wurde Bernhard Kaufmann verabschiedet. Die Nachmittagsveranstaltung im Kirchgemeindehaus Sumiswald brachte eine Begegnung mit der «srakla».

Tragende «Netze» zwischen Land und Kirche
Edith Rentsch, Präsidentin der Kirchlichen Bezirkssynode Oberemmental, und Bernhard Kaufmann, bisheriger kirchlicher Ehe- und Paarberater. Bild: bhw
Mit den Worten «Zit isch Gäld» von Hanni Schenker-Brechbühl eröffnete Edith Rentsch-Eberhart, Häusernmoos, die 133. Kirchliche Bezirkssy-node Oberemmental. Pfarrer Marc Mettler, Sumiswald, sprach einige Worte der Besinnung. Er gab den Anwesenden mit, dass er jeweils morgens früh die Losungsverse lese. «Einmal im Tag sollte man sich zu Gott ausloten», meinte er. Paul Blaser, Präsident der Kirchgemeinde Sumiswald, stellte in einem Grusswort die Gemeinde und Kirche vor. 
Die Berichte aus den Bereichen zeigten auf, wie vielfältig das Tätigkeitsgebiet im Kirchlichen Bezirk Oberemmental ist. Bei der Beratungsstelle für Ehe, Partnerschaft und Familie erfolgte die Bestätigungswahl des neuen Beraters Thomas Wild, Paar und Familientherapeut ZSB und Theologe, welcher sich persönlich vorstellte. Susanne Kocher, Psychologin und integrative Einzel- und Paartherapeutin, erläuterte den Jahresbericht. 2010 hatten insgesamt 761 Beratungsgespräche stattgefunden. Dabei wurden 44 Paare, 48 Frauen, zehn Männer und zwei Familien betreut. Mit grossem Dank wurde infolge Pensionierung Bernhard Kaufmann verabschiedet. Er war mit viel Freude und Herzblut in der kirchlichen Eheberatung in Langnau tätig. Edith Rentsch-Eberhart überreichte ihm ein reichhaltiges «Körbchen» mit den besten Wünschen für die Zukunft. Aus der ökumenischen Medienkommission (Radio neo2) berichtete Marc Lauper. Mit dem digitalen Empfang werden durch die Predigten rund 18 000 Radiohörer in der ganzen Schweiz mit dem Evangelium bedient. Infolge der finanziellen Abgrenzung von neo1 und neo2 wurde ein neuer Verein gegründet, der nun schweizweit versucht, Unterstützung für ein «Volksmusikradio» und damit den Erhalt des beliebten Angebotes in den Bereichen der Volkskultur zu erhalten. Weitere Berichte erfolgten aus den Bereichen Sonntagsschule, Dekanat, protestantischer-kirchlicher Hilfsverein, OeME (Oekumene, Mission und Entwicklungsarbeit) und Arbeitsgruppe Kommunikation. Auf der Homepage des Kirchlichen Bezirk Oberemmental haben sich vom März 2010 bis März 2011 insgesamt 1000 Personen eingeloggt. Für den Heilpädagogischen KUW in Langnau beschloss die Bezirkssynode im Budget eine Erhöhung des Beitrages auf 18 000 Franken für 2011. Mit grossem Dank für ihre geleistete Arbeit verabschiedete die Präsidentin drei Abgeordnete der Synode. Susanne Wegmüller-Kneubühler, Affoltern i.E., Liselotte Roder, Langnau und Walter Mani, Wabern (vormals Südern) beendeten ihr Amt. Dem Kirchlichen Bezirk Oberemmental, mit den fünfzehn Kirchgemeinden Affoltern, Eggiwil, Langnau, Lauperswil, Lützelflüh, Röthenbach, Rüderswil, Rüegsau, Schangnau, Signau, Sumiswald, Trachselwald, Trub, Trubschachen und Wasen, stehen zehn Sitze in der Kirchensynode zu. Diese werden gemäss dem Organisationsreglement verteilt. Die bisherigen und neuen Synodalen stellten sich an der Versammlung persönlich vor. Dies waren Marie-Thérèse Geering, Heinz Wymann, Therese Wüthrich, Doris Röthlisberger, Monika Tschanz, Hanspeter Haldemann, Trudi Blau, Gerhard Trüssel, Felix Scherrer und Ursula Hadorn. Martin Wegmüller, Kassier, Res Fiechter, Beisitzer, Rudolf Lüthi, Rechnungsrevisor, sowie Christine Liechti und Werner Sägesser, Dekanat, wurden wiedergewählt. Als neuer OeME Beauftragter wurde Pfarrer Ingo Koch bestimmt. 
 
Schwerpunkt Bezirksreform
Im Tätigkeitsbericht  2010 erwähnte die Präsidentin Edith Rentsch-Eberhart nochmals den Schwerpunkt mit der Bezirksreform. Nach intensiver Vorarbeit bleiben beide Bezirke Ober-emmental und Unteremmental erhalten.  Mit grossem Dank an alle, die sich im Kirchlichen Bezirk Oberemmental einsetzten, konnte die Präsidentin die Bezirkssynode schliessen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen bekamen die Anwesenden in der öffentlichen Nachmittagsveranstaltung einen Einblick in die Organisation «Schweizerische Reformierte Arbeitsgemeinschaft Kirche und Landwirtschaft», genannt srakla. Vor allem als Trägerin des Bäuerlichen Sorgentelefons bekannt, ist die srakla breit engagiert. Über die weiteren vielfältigen Aktivitäten der srakla orientierten und referierten im Kirchgemeindehaus Sumiswald Lukas Schwyn, Geschäftsführer srakla, Pfarrer in Signau und Dozent für Wirtschaftsethik, Langnau, sowie Ueli Schürch, Vorstandsmitglied srakla, Pfarrer in Eggiwil. 
Barbara Heiniger
 
Infos: www.kirchlicher-bezirk-oberemmental.ch und www.srakla.ch.