AdresslisteKontaktSuche

Hilfsprojekte

Hier finden Sie Informationen zu den von unserer Kirchgemeinde besonders unterstützten Hilfsprojekten.


 

Roma-Bevölkerung in Nord-Ungarn fördern (Bezirk Miskolc, Gemeinde Vilmány)

Projektinformationen

 

Unterstützt vom HEKS: detaillierte Informationen finden sie im Factsheet. 

 

Der Norden von Ungarn an der slowakischen Grenze gehört zu den ärmsten Regionen des Landes. In den letzten Jahrzehnten ist etwa die Hälfte der Bevölkerung weggezogen. Gleichzeitig sind viele Roma zugezogen, wodurch sich ihr Anteil innerhalb der ungarischen Bevölkerung markant vergrössert hat: In der Projekt-Gemeinde Vilmány sind heute 98 Prozent der schulpflichtigen Kinder Roma, vor 30 Jahren waren es noch 25 Prozent. Übervolle Klassen mit 30 bis 40 Kindern, Aggressionen und überforderte Lehrpersonen sind an der Schule die Regel. Hinzu kommt, dass die Schule im Winter jeweils schliessen muss, weil der Gemeinde das Geld für die Heizung fehlt. Diese Situation wirkt sich fatal auf die Kinder aus: Sie erhalten nur eine mangelhafte Ausbildung und haben damit kaum Chancen, ihr Leben zu verbessern. Die reformierte Kirchgemeinde Vilmány übernimmt in dieser prekären Situation Verantwortung. Mit einem breiten Angebot an Ergänzungsunterricht, Kursen und Beratungen fördert sie die Roma-Bevölkerung.

 

Berufsausbildung für Jugendliche in Indonesien

Projektinformationen (letztmals aktualisiert am 19. Dezember 2013)

 

Interstützt durch Brot für alle.

Projektverantwortlich in der Schweiz: mission 21, evangelisches missionswerk basel
Projektverantwortlich in Indonesien: Evangelische Kalimantan-Kirche (GKE) & Stiftung Yayasan Bina Insan Mandiri  (YABIM), Kirche zur Ausstrahlung des Evangeliums - Gereja Kristen Pemancar Injil (GKPI), Evangelische Kirche in Papua (GKI-TP), Stiftung Budhi Anggrasa Nugraha (YBAN), Basel Christian Church of Malaysia (BCCM-BM)
  
Ohne Ausbildung keine Arbeit
Ein grosser Teil der indonesischen Bevölkerung leidet unter der hohen Arbeitslosigkeit und den tiefen Löhnen im Land. Von der Arbeit einer Person müssen durchschnittlich
mindestens fünf Familienmitglieder leben. Der Mindestlohn eines Bauarbeiters deckt nicht einmal die eigenen Grundbedürfnisse. Für einfache Regierungsbeamte und ihre Familien reicht der Monatslohn gerade für eine Woche. Besonders betroffen von dieser prekären Wirtschaftssituation sind junge Erwachsene. Die wenigsten von ihnen kommen in den Genuss einer Ausbildung. Bereits für Grund-, Mittel- und Oberschule müssen hohe Schulgelder entrichtet werden. Nach dem Schulabgang suchen die jungen Erwachsenen einen Arbeitsplatz, was ohne berufliche Qualifikationen schwierig oder gar unmöglich ist. Die Plätze an weiterführenden Schulen sind begrenzt und die Ausbildung an guten Privatschulen ist nur für eine privilegierte Schicht erschwinglich. Praxisbezogene Berufsausbildungen sind sehr selten und weitgehend unbekannt.

 

Berufsschulen
mission 21 und ihre Gründungswerke haben aus solchen Erwägungen heraus schon früh Berufsschulen aufgebaut, etwa für angehende Landwirte oder Schreiner. Daraus sind viele fähige Bauern sowie Handwerkerinnen und Handwerker  hervorgegangen, die mit den erworbenen Fähigkeiten zumeist ein gutes Auskommen  fanden. Das indonesische Schulsystem ist bisher nicht auf die Berufslehre mit dualer Ausbildung eingeschwenkt, welche eigenständige Berufsleute hervorbringt, wie sich das die Pioniere erhofft hatten. 
 
Stipendien für die Berufsausbildung
mission 21 hat immer wieder fähige Jugendliche, die sich eine teure Berufsausbildung
nicht hätten leisten können, mit Stipendien unterstützt. Dies haben später auch die
selbständig gewordenen Partnerkirchen weitergeführt. Sie tragen bis heute die
Verantwortung für die Vergabe von Stipendien, die von mission 21 finanziert werden. Eine Stipendienkommission der Kirche wählt die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus, von denen mindestens die Hälfte Frauen sind. 
 
Holzfachschule Mandomai und Elektronikschule
Die 1967 von der Basler Mission und der GKE gegründete Holzfachschule bietet Jugendlichen eine  Berufsausbildung. Den jährlich durchschnittlich 30 Absolvierenden stehen verschiedene Möglichkeiten offen: Selbständige Erwerbstätigkeit als Schreiner, Anstellung in holzverarbeitenden Betrieben oder auch eine universitäre Ausbildung für technische Berufe. Der  Nutzen dieser Ausbildung zeigt sich auch im grossen Kreis von ehemaligen Schülern, die  mit grossem Engagement das weitere Bestehen der Schule sichern wollen. Dies ist heute besonders wichtig, da mission 21 mit der Evangelischen Kirche in Kalimantan GKE vereinbart hat, dass die Schule ab 2014 von der GKE und ihrer Stiftung YABIM selbständig weitergeführt wird. Dieser Schritt wurde durch verschiedene Massnahmen vorbereitet: mission 21 hat in den letzten drei Jahren die fachliche Weiterbildung von Lehrenden finanziert, GKE hat Strukturveränderungen eingeleitet, den Stiftungsrat neu besetzt, Ehemalige mobilisiert, und die Regierung hat alle Gebäude des Schulkomplexes renoviert und teilweise neu aufgebaut. Im Herbst 2013 wurde eine neue Schulleitung gewählt und eine Betriebsleitung für die Produktionswerkstatt eingesetzt. Die Stiftung steht auch in Verhandlung, um eine Lizenz zur nachhaltigen Bewirtschaftung eines Waldstückes zu erhalten, was die Zulieferung von Holz gewährleisten soll. Mit diesen Veränderungen wird nun mission 21 die bisherigen Schulbeiträge ab 2014 für die Unterstützung des Stipendien-Programms der GKE einsetzen. Durch dieses Programm erhalten junge Menschen Stipendien für eine berufliche Ausbildung, ein Teil der Mittel wird auch für die Grund- und Mittelschulausbildung benachteiligter Familien eingesetzt sowie zur Stärkung kirchlicher Strukturen und Programme. Des Weiteren wurde die Elektronikschule in Java, die mission 21 früher unterstützt hatte, nun nach Nordsulawesi verlegt inklusive der vorhandenen Einrichtung und Ausrüstung.
 
Stipendien für Mädchen in Ost-Kalimantan und indigene Jugendliche in Papua
Jugendliche aus armen Verhältnissen unterstützt die Kirche GKPI mit Stipendien für die Berufsausbildung. Ein Grossteil der Stipendien ist  für Mädchen reserviert, da sie unter anderem durch arrangierte Hochzeiten im Kindesalter besonders benachteiligt sind. 
Der industrialisierte Rohstoffabbau bedroht den Lebensraum der indigenen Papua. Mit Stipendien ab der siebten Klasse ermöglicht die Evangelische Kirche in Papua (GKI-TP) indigenen Jugendlichen im abgelegenen Bezirk Waropen eine Schul- und Berufsausbildung. Im Jahr 2013 wurden 71 Stipendien in Waropen und Umgebung vergeben. Davon 42 Stipendien an Mädchen und 29 Stipendien an Jungen. Ziel ist es, dass sich die jungen Erwachsenen nach Abschluss ihrer Ausbildung in ihrer Heimat für eine nachhaltige soziale undwirtschaftliche Entwicklung engagieren und sich dank ihrer Ausbildung gegen Benachteiligungen aller Art wehren können.
In den vergangenen Jahren sind unter anderem Lehrpersonen, Krankenschwestern und Techniker ausgebildet worden. Zurzeit studieren zwei junge Frauen Medizin. Sie werden die ersten Ärzte sein in einem Gebiet, das einem Drittel der Fläche der Schweiz entspricht.