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Hilfsprojekte

Hier finden Sie Informationen zu den von unserer Kirchgemeinde besonders unterstützten Hilfsprojekten: dem Behindertenheim in Sajósenje (Ungarn) und zu der Holzfachschule in Mandomai (Indonesien).

 

 

   

Sajósenje (Ungarn)                            Mandomai (Indonesien)

 

 

Behindertenheim in Sajósenje (Ungarn)


Bericht des Heimleiters Imre Kövér

 

Unterstützt von Brot für alle; projektverantwortlich in der Schweiz: Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS), Projekt 949.317 (Hilfe für sozial Benachteiligte)

 

Liebe Wohltäterinnen und Wohltäter in Trubschachen! Vor mir steht in den letzten Tagen der Psalmvers 103,11: «So hoch der Himmel über der Erde, so mächtig ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten.» Wir können von unseren Verdiensten erzählen, von dem, was wir alles gemacht haben – in menschlicher, wie in wirtschaftlicher Hinsicht. All das ist wichtig. Aber wichtiger als alles andere ist die Gnade Gottes: Sie gibt uns im Alltag immer wieder Kraft. Wir fühlen uns von Gottes Hand getragen und vertrauen auf ihn: Er, der bislang bei uns war, wird auch in diesem Jahr mit uns sein.Wir pflegen in unserem Heim 50 erwachsene geistig behinderte Männer und leben mit ihnen zuammen wie eine grosse Familie. Unsere Gebäude sind inzwischen erneuert oder neu, die Lebensqualität konnte verbessert und die Energiekosten konnten spürbar gesenkt werden. Wir danken der Kirchgemeinde Trubschachen herzlich für Ihre Spenden. Unsere MitarbeiterInnen setzen sich mit aller Kraft für die Bewohner ein. Dennoch blicken wir mit Besorgnis in die Zukunft. Das Geld, das wir vom Staat erhalten, hat in den letzten vier Jahren 40 Prozent an Kaufkraft eingebüsst. Deshalb müssen wir mit weniger Personal auskommen, was für alle sehr belastend ist, weil die Arbeit ja nicht weniger wird. Für die Zukunft haben wir einen Wunsch: Unser Bus ist mehr als zehn Jahre alt und nicht behindertengerecht. Weil unsere Bewohner immer älter geworden sind und wir sie selber ins Krankenhaus transportieren müssen, sind wir auf einen behindertengerechten Bus angewiesen. Er wäre uns auch für die Heimausflüge von grossem Vorteil. Es wäre uns eine grosse Freude, wenn Sie bei der Anschaffung mithelfen könnten. Wir bitten Sie, auch im Gebet an uns zu denken.

 

 

 

 

Holzfachschule in Mandomai/Mittel-Kalimantan (Indonesien)

Projektinformationen

 

Unterstützt von Brot für alle; projektverantwortlich in der Schweiz: mission 21, evangelisches missionswerk basel; Projektverantwortlich in Indonesien: Evangelische Kalimantan-Kirche (GKE) - Im Speziellen Stiftung Yayasan Bina Insan Mandiri

 

Inmitten der waldreichen Insel Kalimantan (Borneo), am kleinen Fluss Kapuas, liegt die 1967 gegründete Holzfachschule Sekolah Menengah Kejuruan (SMK), in der qualitativ hochstehende Holzerzeugnisse wie Möbel und Holzbauteile fabriziert werden. In einem vierjährigen Lehrgang werden dort Schreinerinnen und Schreiner ausgebildet. Mit dem staatlichen Abschlussexamen haben die Absolvierenden mehr Möglichkeiten, eine Arbeit zu finden oder an einer indonesischen Universität weiterzustudieren.

Projekthintergrund
Träger dieses Projektes ist eine Stiftung (Yabim) mit Sitz in Palangkaraya, der Provinzhauptstadt von Zentral-Kalimantan. Die Evangelische Kirche von Kalimantan, Gereja Kalimantan Evangelis (GKE), mit Sitz in Banjarmasin ist in der Stiftung vertreten und hat viele Jahre den Aufbau der Schule verantwortet. Neben ihren pastoraltheologischen Aufgaben ist die GKE vor allem in den Entwicklungsbereichen Gemeindeaufbau, Gesundheitsdienst und Erziehungswesen inklusive Handwerkerausbildung, Landwirtschaft sowie in der Frauenförderung tätig. Sie sucht dabei, wo immer möglich und opportun, die Zusammenarbeit mit der Regierung. 1962 hatte die GKE-Kirchenleitung beschlossen, am zentral gelegenen und durch den Fluss gut zugänglichen Ort Mandomai ein technisches Ausbildungszentrum für Schreinerei und Holzverarbeitung zu errichten. 1967 erfolgte die Eröffnung als Schulbetrieb und 1980 gliederte sich ein Produktionsbetrieb an. Schon von Beginn an war die GKE selbst für den gut ausgerüsteten Betrieb verantwortlich und verwaltete ihn deshalb auch in selbständiger Form. Bis 1999 trug die GKE die Verantwortung für die Schule und ist inzwischen einer Stiftung übergeben worden. Die seit 1997 in Indonesien andauernde Wirtschaftskrise, die jährlich wiederkehrenden ausgedehnten Waldbrände sowie ein Brand in der Holzfachschule (2001) haben die Anstrengungen des Unternehmens um wirtschaftliche Eigenständigkeit jedoch um mehrere Jahre zurückgeworfen. In Indonesien wird die Lehrlingsausbildung vom Staat bis anhin kaum gefördert. Insbesondere handwerkliche Ausbildung und Schulung wird wenig in formellen Strukturen betrieben. Dies liegt zum Teil an der allgemein geringen Anerkennung des Handwerks als eine lohnende Vollbeschäftigung. Doch handwerkliche Betätigung wird in Indonesien eine 'goldene Zukunft' haben, da die Entwicklung im Land mehr und mehr qualifizierte Facharbeitende benötigt.
 

Kalimantan, der indonesische Teil der Insel Borneo, wird durch teilweise dichte tropische Wälder nachhaltig geprägt. Die Abholzung, sowie vor allem die illegale Holzung, sind ein grosses Problem. Es ist wichtig, die Bewohner mit dieser Problematik vertraut zu machen und den Wert des bearbeiteten Holzes aufzuzeigen. Die dort lebenden Dayak besitzen hervorragende Fähigkeiten in Holzbearbeitung und -verarbeitung und haben zudem ein ausserordentlich reichhaltiges Wissen über 'ihren' Wald und dessen Bäume. Dieses kulturelle und natürliche Kapital sollte gemäss der GKE vermehrt genutzt und vor allem den neuen Erfordernissen angepasst werden.

Ziele
Wichtige Ziele sind insbesondere, die Eigenständigkeit der Bevölkerung der Region zu stärken sowie den Jugendlichen eine qualitativ hochstehende Ausbildungsmöglichkeit zu bieten. Daraus gehen sehr gut geschulte Abgängerinnen und Abgänger hervor, welche auch Zugang zu einem universitären Studium erhalten. Im Jahr 2006 bildeten 19 Voll- und Teilzeitlehrkräfte 79 Schülerinnen und Schüler an der Holzfachschule aus. Der zeitliche Rahmen für die Erreichung der Ziele umfasst eine mehrjährige Periode der Projektunterstützung durch mission 21. Ab 1998 begann die Umstrukturierung der SMKHolzfachschule gemäss den Beschlüssen der Evaluation von 1997. Seither erfuhr diese wichtige Phase mit den 2002 beendeten Langzeiteinsätzen von mission 21-Mitarbeitenden eine erste Zäsur. Im Jahr 2004 absolvierten zwei junge Personen einen PEP!-Einsatz in Mandomai. Im April 2005 fand eine umfassende Evaluation der Schule statt, in der verschiedene Szenarien erarbeitet wurden, die mit der Stiftung, der Kirchenleitung und der Schulleitung an einem Workshop im April 2006 konkretisiert wurden. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich nun mit der geplanten Umsetzung. Zudem wird in Indonesien/Sabah an einem Programm zur Produktion von Fair-Trade-Artikeln gearbeitet, welches den Anschluss an die europäischen Märkte ermöglichen könnte.

Zielgruppen
Zielgruppen sind Frauen und Männer zwischen 16 und 19 Jahren mit Sekundarabschluss sowie Praktikantinnen und Praktikanten, die im Produktionsbetrieb arbeiten möchten. mission 21 unterstützt die verschiedenen Aktivitäten aus dem gesamten Projekt, die vom Projektträger in Eigenverantwortung geplant und durchgeführt werden. Es sind dies neben den oben genannten Bereichen die Entlöhnung des Schulpersonals, Weiterbildung der Lehrkräfte, Restrukturierungsarbeiten gemäss Vorgabe der Evaluation sowie Unterhaltskosten. 

 

Eine Absolventin der Holzfachschule Mandomai bei der Arbeit in einem Betrieb in Jakarta

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